Am 15. Oktober 2026 ist Tag des Schornsteinfegers. In diesem Jahr startet das Schornsteinfegerhandwerk die Kampagne „Deutschland geht auf Energiespar-Kurs“.
Heizen, Warmwasser und Strom gehören zu den größten Kostenfaktoren im Haushalt. Vielen Menschen ist jedoch nicht bewusst, wie viel Energie sich bereits mit kleinen Veränderungen im Alltag einsparen lässt. Genau hier setzt die neue Kampagne des Schornsteinfegerhandwerks an. Schornsteinfegerinnen und Schornsteinfeger kennen die energetische Situation vieler Gebäude aus erster Hand. Sie beschäftigen sich täglich mit sicherer Wärme und einer effizienten Nutzung von Energie. Ihr Ziel: Menschen für das Energiesparen zu sensibilisieren und praktische Hilfestellungen für den Alltag zu geben.
Heizungsmonster und Wasserfresser
Wo versteckte Energiefresser lauern, sollen schon die Kleinsten lernen. Deshalb besuchen Schornsteinfegerinnen und Schornsteinfeger Kindergärten und Grundschulen und zeigen auf altersgerechte Weise, welche „Energiemonster“ sich im Alltag verstecken und wie man sie entlarven kann. Als Energiespar-Detektive gehen die Kinder anschließend selbst auf Spurensuche. Sie entdecken spielerisch, wo Energie verschwendet wird und welche einfachen Maßnahmen helfen können. Dazu gehören beispielsweise: Licht ausschalten, wenn niemand im Raum ist. Fenster schließen, wenn die Heizung läuft. Wasser beim Zähneputzen nicht unnötig laufen lassen.
Die Kinder lernen dabei, dass ihr eigenes Verhalten einen Unterschied machen kann. Gleichzeitig nehmen sie ihre Erfahrungen mit nach Hause und regen Gespräche über das Energiesparen in der Familie an. So wird aus einer spielerischen Aktion ein Thema, das den gesamten Haushalt erreicht.
Zehn einfache Energiespartipps
Damit aus guten Vorsätzen konkrete Maßnahmen werden, haben die Schornsteinfegerinnen und Schornsteinfeger auch für Erwachsene praktische Angebote entwickelt. Da rund zwei Drittel des Energieverbrauchs privater Haushalte auf die Raumheizung entfallen, liegen hier die größten Einsparpotenziale. Gleichzeitig spielen aber auch der Strom- und Warmwasserverbrauch im Alltag eine wichtige Rolle.
Ein Flyer mit zehn leicht umsetzbaren Energiespartipps zeigt, wie sich bei Heizung, Warmwasser und Stromverbrauch meist direkt und ohne größere Investitionen Energie einsparen lässt. „Viele Menschen denken beim Energiesparen sofort an teure Sanierungen“, sagt Iris Dohmen vom Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks. „Dabei lohnt sich oft schon ein Blick auf die eigene Heizungsanlage. Sind die Heizkörper entlüftet? Ist die Heizung optimal eingestellt? Oft reichen schon wenige Handgriffe, um Energie und Kosten zu sparen.“
Schritt für Schritt zu mehr Effizienz
Bereits kleine Maßnahmen wie diese können Wirkung zeigen. So spart jedes Grad weniger Raumtemperatur etwa sechs Prozent Heizenergie. Auch ein regelmäßig entlüfteter Heizkörper arbeitet effizienter und hilft, unnötige Energieverluste zu vermeiden. Energiesparen endet jedoch nicht im Heizungsraum, auch ein bewusster Umgang mit Warmwasser, energieeffiziente Geräte oder das Ausschalten unnötiger Stromverbraucher können den Energieverbrauch im Alltag senken.
Wer diese leicht umsetzbaren Möglichkeiten ausgeschöpft hat, kann im nächsten Schritt gemeinsam mit Fachleuten weitere Einsparpotenziale im Gebäude erschließen. Maßnahmen wie die Dämmung der obersten Geschossdecke oder ein hydraulischer Abgleich können den Energieverbrauch weiter reduzieren. Durch einen hydraulischen Abgleich sind Einsparungen von bis zu 15 Prozent der Heizenergie möglich.
Gut beraten beim Energiesparen
Mit der Aktion „Deutschland geht auf Energiespar-Kurs“ möchte das Schornsteinfegerhandwerk zeigen, dass Energiesparen weder kompliziert noch teuer sein muss. Oft reichen bereits kleine Veränderungen im Alltag, um Energieverbrauch, Kosten und CO₂-Emissionen spürbar zu reduzieren. Die Kampagne soll dazu motivieren, vorhandene Einsparpotenziale zu erkennen und Schritt für Schritt zu nutzen.
Unterstützung finden Verbraucherinnen und Verbraucher dabei im Schornsteinfegerhandwerk. Viele Schornsteinfegerinnen und Schornsteinfeger verfügen über eine Zusatzqualifikation als Energieberater/in. Sie beraten zu Fragen der Gebäudeeffizienz, der Optimierung von Heizungsanlagen, dem Einsatz erneuerbarer Energien und weiteren Möglichkeiten, den Energieverbrauch im Gebäude zu senken.