Am 1. Juni 2026 feierte der Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks eine traditionelle Fahnenweihe. Es ist die erste Fahne des im Jahr 1884 in Stettin gegründeten Verbandes, der die Interessen des Schornsteinfegerhandwerks in Deutschland vertritt. Nach einer Messe in der Karmelitenkirche in Straubing mit anschließendem Festumzug empfing Präsident Alexis Gula rund 750 Schornsteinfegerinnen und Schornsteinfeger sowie Gäste zu einem Empfang im Herzogschloss. Insgesamt nahmen 37 Innungen mit ihren teils historischen Fahnen an der Veranstaltung teil. Der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger begleitete die Messe und die Festveranstaltung im Rittersaal mit einem Grußwort.
Am 3. Juni 2026 fand die öffentliche Festveranstaltung mit Gastrednern der Kommunal- und Landespolitik statt. Es sprachen Markus Pannermayr, Oberbürgermeister der Stadt Straubing, Günter Baumgartner MdB (CDU/CSU-Fraktion), Josef Zellmeier MdL Bayern (CSU), Kathrin Zellner, Vizepräsidentin der HWK Niederbayern-Oberpfalz, Christina Schulze Föcking MdL NRW (CDU) und Schirmherrin der Glückstour, sowie Ralf Heibrok, Organisator der Glückstour.
Präsident Alexis Gula nahm seine Rede zum Anlass, um unter anderem Kritikpunkte am Entwurf des Gebäudemodernisierungsgesetzes vorzubringen: „5 Tage Zeit für ein Gesetz mit 150 Seiten – die Politik wiederholt die gleichen Fehler wie beim Gebäudeenergiegesetz. Ich kann unser Angebot nur wiederholen: Sprechen Sie mit uns, mit dem Fachhandwerk. Gemeinsam können wir das Vertrauen der Menschen wieder zurückgewinnen und die Wärmewende voranbringen.“
Den Bürgerinnen und Bürgern empfiehlt der Verband, klimafreundliche Alternativen wie zum Beispiel Wärmepumpen, Biomasseanlagen oder Hybridsysteme einzubauen. „Biotreppe“ und steigende Energiepreise könnten den Einbau rein fossiler Wärmeerzeuger zur Kostenfalle machen. „Grundsätzlich gilt: Bei der Entscheidung für oder gegen ein System ist das individuelle Gebäude ausschlaggebend – und eine vorherige Energieberatung“, so Alexis Gula.
Im Anschluss empfingen die Schornsteinfegerinnen und Schornsteinfeger die Glückstour des Schornsteinfegerhandwerks, die nach rund 1.000 Kilometern und 7 Etappen mit dem Fahrrad von Braunschweig nach Straubing gekommen war. Unterwegs übergab die private Hilfsorganisation, die Spenden für krebs-, schwerstkranke sowie traumatisierte Kinder sammelt, Spendenschecks an insgesamt 71 regionale Vereine, Organisationen und betroffene Familien. Mehr als eine halbe Million Euro an Spenden hat die Glückstour 2026 weitergegeben. Sie zählt mittlerweile zu den größten privaten Spendenorganisationen in Deutschland. Verbandspräsident Alexis Gula begleitete das Team in diesem Jahr erstmals als aktiver Fahrer und fuhr die erste Etappe von Braunschweig nach Duderstadt mit.