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Energetische Sanierung steuerlich absetzen

Seit dem 01. Januar 2020 können Hausbesitzer eine steuerliche Förderung für energetische Sanierungen im selbst genutzten Eigenheim erhalten. Gefördert werden Einzelmaßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz sowie zum Heizen mit erneuerbaren Energien. Die steuerliche Förderung kann erstmalig mit der Einkommensteuerklärung für das Jahr 2020 beim Finanzamt geltend gemacht werden. Eine vorherige Antragstellung ist nicht erforderlich.

Mehr erfahren: Informationen des BMWi

Förderung: 20 % über 3 Jahre

Die Steuerermäßigung erfolgt durch die Reduzierung der Einkommenssteuer des Steuerpflichtigen. Die Ermäßigung beträgt 20 % der Aufwendungen für die energetischen Sanierungsmaßnahmen und wird über 3 Jahre von der Steuerlast abgezogen: Im ersten und zweiten Jahr zu jeweils 7 % und im dritten Jahr zu 6 %. Erstmals angesetzt werden können die Aufwendungen im Jahr des Abschlusses der energetischen Maßnahmen.

Die Höchstsumme der anrechenbaren Aufwendungen liegt bei 200.000 Euro, wodurch die Steuerermäßigung auf 40.000 Euro begrenzt ist. Die steuerliche Ermäßigung von energetischen Sanierungsmaßnahmen ist zunächst bis zum 31.12.2029 festgeschrieben.

Ein Beispiel:

Ein Steuerpflichtiger lässt anrechenbare, energetische Sanierungsmaßnahmen an seinem zu eigenen Wohnzwecken genutzten Gebäude im Jahr 2020 durchführen. Die Aufwendungen betragen 80.000 Euro. Der Steuerpflichtige kann die steuerliche Ermäßigung ab dem Jahr 2020 in Anspruch nehmen. So wird seine Einkommenssteuer im Jahr 2020 um 5.600 Euro (7 %), im Jahr 2021 um 5.600 Euro (7 %) und im Jahr 2022 um 4.800 Euro (6 %) reduziert.

Was wird gefördert?

  • Wärmedämmung von Wänden 
  • Wärmedämmungen von Dachflächen 
  • Wärmedämmung von Geschossdecken 
  • Erneuerung der Fenster oder Außentüren 
  • Erneuerung oder Einbau einer Lüftungsanlage 
  • Erneuerung der Heizungsanlage 
  • Einbau von digitalen Systemen zur energetischen Betriebs- und Verbrauchsoptimierung 
  • Optimierung bestehender Heizungsanlagen, sofern diese älter als zwei Jahre sind. 
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TIPP: Energieberatung absetzen

Zu den Aufwendungen für energetische Maßnahmen gehören auch die Kosten für Energieberater, die vom BAFA als fachlich qualifiziert zum Förderprogramm „Energieberatung für Wohngebäude (Vor-Ort-Beratung, individueller Sanierungsfahrplan)“ zugelassen sind, wenn der Energieberater durch den Steuerpflichtigen mit der planerischen Begleitung oder Beaufsichtigung der energetischen Maßnahmen beauftragt worden ist. Die Steuerermäßigung beträgt einmalig 50 % der förderfähigen Kosten.

Weiterhin werden Aufwendungen für den fachgerechten Einbau bzw. die fachgerechte Installation, für die Inbetriebnahme von Anlagen, für notwendige Umfeldmaßnahmen sowie die direkt mit der Maßnahme verbundenen Materialkosten steuerlich berücksichtigt.

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